Geld & Leistungen

Altersvorsorgedepot ab 2027

In wenigen Minuten verstehen, wie das Depot funktioniert und wie viel Geld der Staat dazulegen kann.

Start: 01.01.2027Rechtsstand geprüft: 13.10.2026

Ein Altersvorsorgedepot ist ein Sparvertrag fürs Alter, in dem dein Geld zum Beispiel in Fonds angelegt wird. Der Staat kann Geld dazulegen. Der Wert kann aber auch fallen, und an das Geld kommst du in der Regel erst im Alter.

Einfach verstehen

Was ist ein Altersvorsorgedepot?
Ein Vertrag bei einer Bank oder Versicherung, in den du regelmäßig für das Alter einzahlst. Das Geld wird angelegt, zum Beispiel in Fonds oder ETFs.
Was kann der Staat dazuzahlen?
Bis zu 540 € im Jahr für dich, bis zu 300 € pro Kind und einmalig 200 € für junge Menschen unter 25. Dafür musst du mindestens 120 € im Jahr selbst einzahlen und förderberechtigt sein – zum Beispiel als Angestellte oder Angestellter.
Kann ich Geld verlieren?
Ja. Ohne Garantie kann der Wert fallen, auch kurz vor dem Rentenbeginn. Es gibt auch Verträge mit Garantie – dafür sind die Chancen kleiner.
Wann bekomme ich das Geld?
In der Regel zwischen 65 und 70 Jahren, als monatliche Zahlung. Vorher kommst du nur in Ausnahmefällen an das Geld, sonst musst du die Förderung zurückzahlen.

So funktioniert es

  1. 1.

    Du zahlst ein

  2. 2.

    Der Staat kann Geld dazulegen

  3. 3.

    Das Geld wird lange angelegt

    Der Wert kann steigen oder fallen.

  4. 4.

    Im Alter wird ausgezahlt

Ein Beispiel: 30 € im Monat

Für eine Person, die selbst förderberechtigt ist, ohne Kinder.

Deine Einzahlung pro Monat
30 €
Deine Einzahlung pro Jahr
360 €
Geld vom Staat pro Jahr
+ 180 €
Zusammen pro Jahr
= 540 €

Du zahlst 30 € im Monat, also 360 € im Jahr. Der Staat legt 180 € dazu. Zusammen fließen 540 € im Jahr in den Vertrag.

Vor Kosten und ohne Wertentwicklung. Bei kleinen Beträgen ist der Anteil vom Staat am höchsten.

Mit meinem Betrag rechnen

Wer bekommt Förderung?

Vor allem alle, die in Deutschland in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind – also die meisten Angestellten, Azubis und Menschen, die Arbeitslosengeld bekommen. Neu ab 2027 können auch viele Selbstständige dazugehören.

Ob du einen deutschen Pass hast, ist für die Förderung nicht entscheidend. Es gelten dieselben Voraussetzungen.

Altersvorsorgedepot oder normales Depot?

Gibt es Geld vom Staat?
Altersvorsorgedepot: Ja, wenn du förderberechtigt bist.
Normales Depot: Nein.
Komme ich jederzeit an mein Geld?
Altersvorsorgedepot: Nein, erst im Alter. Vorher nur in Ausnahmen.
Normales Depot: Ja, grundsätzlich jederzeit.
Wie wird ausgezahlt?
Altersvorsorgedepot: Nach festen Regeln, meist monatlich. Die Auszahlung wird voll versteuert.
Normales Depot: Wie du willst. Gewinne werden beim Verkauf versteuert.

Wie wird das Geld angelegt?

Meist in Fonds oder ETFs. Ein ETF ist ein Fonds, der an der Börse gehandelt wird und viele Anlagen bündelt – zum Beispiel Aktien vieler Unternehmen aus aller Welt, aber auch Anleihen. Du kannst auch einen Vertrag mit Garantie wählen: Dann sind zu Rentenbeginn 80 % oder 100 % deiner Einzahlungen sicher, dafür wird vorsichtiger angelegt.

Ohne Garantie sind Verluste möglich – auch über mehrere Jahre und auch am Ende der Sparzeit.

Wie bekomme ich das Geld später?

Die Auszahlung beginnt in der Regel frühestens mit 65 und spätestens mit 70. Du wählst zwischen zwei Formen:

Lebenslange Rente

Du bekommst bis zu deinem Lebensende jeden Monat Geld – egal, wie alt du wirst.

Auszahlungsplan mit festem Ende

Das Geld wird bis zu einem vereinbarten Alter ausgezahlt, mindestens bis 85. Danach hören die Zahlungen auf, auch wenn du noch lebst. Was am Ende übrig ist, bekommst du oder bekommen deine Erben.

Beispiel: Auszahlung ab 65.

Vorher an das Geld kommen? Nur in Ausnahmen, etwa für eine eigene Wohnung. Sonst musst du die Förderung zurückzahlen.

Besondere Lebenssituationen

Nächste Schritte

Was diese Seite leistet – und was nicht

MeaNext erklärt die gesetzlichen Regeln allgemein und nennt die Quellen. Die Seite prüft nicht, ob du förderberechtigt bist, und empfiehlt keinen Vertrag. Rechenergebnisse beruhen auf den genannten Annahmen. Gesetze und Verwaltungspraxis können sich ändern, und trotz sorgfältiger Prüfung sind Fehler möglich. Verbindlich entscheiden Zulagenstelle, Anbieter und Finanzamt.

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