Das Arbeitszeitgesetz schützt deine Gesundheit. Es legt Grenzen für Arbeitszeit, Pausen und Ruhezeiten fest.
Das Wichtigste
- In der Regel höchstens 8 Stunden pro Werktag, zeitweise bis 10 Stunden, wenn es im Durchschnitt wieder ausgeglichen wird.
- Pause: mindestens 30 Minuten bei mehr als 6 Stunden, 45 Minuten bei mehr als 9 Stunden.
- Zwischen zwei Arbeitstagen mindestens 11 Stunden Ruhezeit.
- An Sonn- und Feiertagen ist Arbeit grundsätzlich verboten, für viele Branchen gibt es aber Ausnahmen.
08:00–12:00 Arbeit, 12:00–12:30 Pause, 12:30–16:30 Arbeit
Überstunden
Ob Überstunden verlangt, bezahlt oder mit Freizeit ausgeglichen werden, hängt von mehreren Regeln und den Umständen ab. Eine pauschale Antwort gibt es nicht.
Was solltest du prüfen?
- 📄 Arbeitsvertrag
- 🤝 Tarifvertrag
- 🏢 Betriebsvereinbarung
- 🕒 Deine aufgeschriebene Arbeitszeit
Als Nachtarbeit gilt Arbeit zwischen 23 und 6 Uhr von mehr als 2 Stunden. Nachtarbeitnehmer haben zum Beispiel Anspruch auf regelmäßige arbeitsmedizinische Untersuchungen und einen angemessenen Ausgleich.
Arbeitgeber müssen nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ein System zur Erfassung der Arbeitszeit haben. Schreib deine Zeiten zusätzlich selbst auf – das hilft bei Fragen.
Wer an Sonntagen arbeitet, bekommt in der Regel einen Ersatzruhetag. Zuschläge gibt es nur, wenn Vertrag oder Tarifvertrag sie vorsehen.
MeaNext erklärt allgemeine Regeln rund um Arbeit in Deutschland. Die Informationen ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Bei einem konkreten Fall können unter anderem Arbeitsvertrag, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung und persönliche Umstände entscheidend sein.
Zuletzt fachlich geprüft: 09.10.2026
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