Du überweist jeden Monat selbst 700 € Miete? Das ist etwas anderes als eine Lastschrift, bei der der Empfänger das Geld von deinem Konto einzieht.
Wer bewegt das Geld?
Überweisung
Du gibst den Auftrag, Geld auf ein anderes Konto zu schicken.
Dauerauftrag
Du legst einmal Betrag, Empfänger und Rhythmus fest. Die Bank überweist dann regelmäßig automatisch.
Lastschrift
Du erlaubst einem Unternehmen oder Empfänger, Geld von deinem Konto einzuziehen.
Debitkarte
Der Betrag wird deinem Konto direkt oder zeitnah belastet.
Kreditkarte
Der Umsatz wird zuerst auf dem Kartenkonto gesammelt und später nach dem Kartenmodell abgerechnet.
Die fünf Grundbegriffe
- Überweisung
- Ich schicke einmal Geld.
- Dauerauftrag
- Meine Bank überweist regelmäßig einen festen Betrag, den ich festgelegt habe.
- Lastschrift
- Ich erlaube einem Empfänger, Geld von meinem Konto einzuziehen.
- Debitkarte
- Der Kartenumsatz belastet mein Konto direkt oder zeitnah.
- Kreditkarte
- Der Kartenumsatz wird später nach dem Kartenmodell abgerechnet.
Bei einer Überweisung schickst du das Geld.
Du gibst deiner Bank den Auftrag, einen Betrag von deinem Konto auf ein anderes Konto zu schicken. Dafür brauchst du den Namen des Empfängers, seine IBAN, den Betrag und meist einen Verwendungszweck, zum Beispiel eine Rechnungsnummer.
Typisch: Rechnung bezahlen, Geld an Freunde senden, Kaution überweisen, einmalige Zahlungen.
Bei einer Echtzeitüberweisung ist das Geld innerhalb weniger Sekunden auf dem Empfängerkonto. Eine normale Überweisung kommt in der Regel am nächsten Geschäftstag an.
Prüfe Empfänger, IBAN und Betrag vor dem Absenden. Ist das Geld einmal auf dem falschen Konto, bekommst du es nicht automatisch zurück.
Beim Dauerauftrag bestimmst du die regelmäßige Zahlung.
Ein Dauerauftrag ist eine Überweisung, die deine Bank in einem festen Rhythmus automatisch wiederholt.
Beispiel: Jeden Monat am 1. werden 850 € an den Vermieter überwiesen.
- Du richtest ihn selbst ein, im Online-Banking oder in der Filiale.
- Du bestimmst Betrag, Empfänger und Zeitpunkt.
- Du kannst ihn grundsätzlich jederzeit ändern oder löschen.
Typisch: Miete, feste Sparbeträge, andere gleichbleibende Zahlungen.
Bei der Lastschrift zieht der Empfänger das Geld ein.
Du gibst einem Unternehmen oder einem anderen Zahlungsempfänger die Erlaubnis, Geld von deinem Konto abzubuchen. Diese Erlaubnis heißt SEPA-Lastschriftmandat.
Beispiel: Dein Stromanbieter zieht den Abschlag jeden Monat automatisch ein.
- Der Betrag kann je nach Vertrag unterschiedlich hoch sein, zum Beispiel bei einer Handyrechnung.
- Vor der ersten Abbuchung bekommst du meist eine Ankündigung mit Betrag und Datum.
- Prüfe deinen Kontoauszug. Unbekannte Abbuchungen solltest du dir genau ansehen.
Dauerauftrag oder Lastschrift?
Dauerauftrag
„Ich schicke regelmäßig Geld.“
- von mir eingerichtet
- Betrag von mir festgelegt
- Bank führt regelmäßig aus
Typisch: Miete mit festem Betrag
Lastschrift
„Der Empfänger zieht Geld ein.“
- Mandat erteilt
- Empfänger veranlasst die Abbuchung
- Betrag kann je nach Vertrag schwanken
Häufig: Strom, Handy, Versicherung, Mitgliedschaft
Was ist ein SEPA-Lastschriftmandat?
Mit einem SEPA-Lastschriftmandat erlaubst du einem Zahlungsempfänger, Geld von deinem Konto einzuziehen.
Du unterschreibst beim Fitnessstudio ein SEPA-Lastschriftmandat. Danach darf das Studio die vereinbarten Beiträge von deinem Konto abbuchen.
- 1Du unterschreibst das Mandat
- 2Der Empfänger kündigt die Abbuchung an
- 3Der Betrag wird abgebucht
- 4Du siehst ihn auf dem Kontoauszug
Karte ist nicht gleich Karte
„Visa“ oder „Mastercard“ allein sagt noch nicht, ob eine Karte eine Debit- oder eine Kreditkarte ist. Steht „Debit“ auf der Karte, ist es eine Debitkarte.
Girocard
- meist direkt mit einem deutschen Girokonto verbunden
- Zahlung wird dem Konto belastet
- vor allem in Deutschland verbreitet
Debitkarte
- direkt mit dem Girokonto verbunden
- Betrag wird direkt oder zeitnah belastet
- z. B. Visa Debit oder Debit Mastercard
Kreditkarte
- eigenes Kartenkonto
- Umsätze werden gesammelt
- Abrechnung später, je nach Kartenmodell
Eine Debitkarte ist direkt mit deinem Girokonto verbunden. Wenn du bezahlst, wird der Betrag normalerweise direkt oder innerhalb weniger Tage von deinem Konto abgebucht.
- Kontostand: 1.000 €
- Einkauf: −50 €
- Kontostand danach: 950 €
Bei einer klassischen Kreditkarte werden deine Umsätze zuerst auf dem Kreditkartenkonto gesammelt. Danach bekommst du eine Abrechnung. Wie es dann weitergeht, hängt vom Kartenmodell ab.
- 1Einkäufe im Monat
- 2Abrechnung
Charge Card
Die Umsätze werden gesammelt und regelmäßig vollständig vom Girokonto abgebucht.
Revolving-Karte (Teilzahlung)
Du kannst einen Teil der Abrechnung später bezahlen. Für den offenen Betrag fallen dann meist Zinsen an.
Wenn nur ein Teil der Kreditkartenabrechnung bezahlt wird, kann der offene Betrag verzinst werden. Das kann die Kosten deutlich erhöhen.
Was wird wann häufig verwendet?
Das ist typische Nutzung, keine Empfehlung.
- Einmalige Rechnung
- häufig Überweisung
- Jeden Monat derselbe Betrag
- häufig Dauerauftrag
- Unternehmen bucht automatisch ab
- häufig Lastschrift
- Im Geschäft bezahlen
- Girocard, Debitkarte oder Kreditkarte
- Online bezahlen
- je nach Händler Karte, Lastschrift, Überweisung oder ein anderer Zahlungsdienst
Weitere Begriffe
Die IBAN ist die internationale Kontonummer. Du brauchst sie für Überweisungen und Lastschriften und damit andere dir Geld schicken können.
SEPA ist der gemeinsame Euro-Zahlungsraum. Überweisungen und Lastschriften funktionieren dadurch in vielen europäischen Ländern nach denselben Regeln.
Der BIC kennzeichnet eine Bank. Bei Euro-Zahlungen innerhalb des SEPA-Raums reicht heute meist die IBAN.
Auf dem Kontoauszug siehst du jede Buchung. Ein vereinfachtes Beispiel:
Vereinfachtes Beispiel
| Buchungstag | Empfänger / Auftraggeber · Verwendungszweck | Betrag |
|---|---|---|
| 01.10. | Arbeitgeber GmbHGehalt OktoberGutschrift | +2.100,00 € |
| 01.10. | VermieterinMiete NovemberDauerauftrag | −850,00 € |
| 05.10. | StromanbieterAbschlag, Mandat …Lastschrift | −72,00 € |
| 07.10. | SupermarktKartenzahlungKartenzahlung | −34,90 € |
| 09.10. | Max MusterKonzertkartenÜberweisung | −45,00 € |
Neben dem Buchungstag steht oft die Wertstellung. Das ist der Tag, ab dem das Geld tatsächlich auf dem Konto zählt.
- Gib eine TAN nur für Vorgänge frei, die du selbst gestartet und geprüft hast.
- Gib deine PIN an niemanden weiter.
- Deine Bank fragt Zugangsdaten nicht per E-Mail, SMS oder Telefon ab.
- Prüfe Empfänger und Betrag vor jeder Freigabe.
- Bei unbekannten Vorgängen: direkt deine Bank kontaktieren, über die bekannte Nummer.
Was passiert, wenn nicht genug Geld auf dem Konto ist?
- Eine Kartenzahlung kann abgelehnt werden.
- Ein Dauerauftrag wird eventuell nicht ausgeführt.
- Eine Lastschrift kann zurückgehen. Das heißt Rücklastschrift.
- Die Rechnung bleibt trotzdem offen.
- Je nach Situation können Gebühren oder weitere Kosten entstehen.
Bei einer SEPA-Lastschrift mit Mandat kannst du die Erstattung innerhalb von 8 Wochen nach der Abbuchung bei deiner Bank verlangen, ohne Angabe von Gründen. Bei einer Abbuchung ohne gültiges Mandat gilt eine längere Frist von bis zu 13 Monaten.
Eine Rückgabe beendet nicht den Vertrag. Wenn das Geld eigentlich geschuldet ist, bleibt die Forderung bestehen.
Wenn du eine Abbuchung nicht kennst oder für falsch hältst, prüfe zuerst den Zahlungsempfänger und den Vertrag. Bei Unsicherheit kann deine Bank helfen.
- PIN: nicht weitergeben und nicht zusammen mit der Karte aufbewahren.
- Kartennummer: nur bei Zahlungen eingeben, denen du vertraust.
- Kartenprüfnummer (die drei Ziffern hinten): nicht wahllos weitergeben.
- Karte verloren: Karte sofort sperren lassen, bei der Bank oder über den Sperr-Notruf 116 116.
Passt dazu
Allgemeine Information zur Funktionsweise von Zahlungen. MeaNext empfiehlt keine Banken, Karten oder Finanzprodukte. Die genauen Bedingungen stehen in deinem Vertrag mit der Bank.
Bürgerliches Gesetzbuch § 675x – Erstattung bei Lastschriften
- Stand der Information
- Oktober 2026
- Zuletzt geprüft
- 11.10.2026
Bürgerliches Gesetzbuch § 676b – Frist für nicht autorisierte Zahlungen
- Stand der Information
- Oktober 2026
- Zuletzt geprüft
- 11.10.2026