Manchmal arbeitest du in einem Betrieb, bist dort aber nicht angestellt. Dann ist wichtig, ob es ein Werkvertrag oder Zeitarbeit ist.
Das Wichtigste
- Entscheidend ist nicht, wie der Vertrag heißt, sondern wie tatsächlich gearbeitet wird.
- Gibt dir im Alltag der Kunde Anweisungen, obwohl es ein Werkvertrag sein soll, kann in Wahrheit Zeitarbeit vorliegen. Das prüfen Beratungsstellen oder Gerichte.
Werkvertrag
- Deine Firma schuldet dem Kunden ein fertiges Ergebnis.
- Anweisungen bekommst du nur von deiner eigenen Firma.
- Deine Firma organisiert die Arbeit selbst.
Zeitarbeit
- Deine Firma verleiht deine Arbeitskraft.
- Im Alltag gibt dir der Einsatzbetrieb Anweisungen.
- Es gelten die Regeln für Zeitarbeit, zum Beispiel die Höchstdauer.
Im Kernbereich der Fleischindustrie, also beim Schlachten und Zerlegen, sind Werkverträge und Zeitarbeit seit 2021 grundsätzlich verboten. Dort musst du direkt beim Betrieb angestellt sein.
Manche werden als Selbständige geführt, arbeiten aber wie Angestellte. Ob du wirklich selbständig bist, kann die Deutsche Rentenversicherung in einem Statusverfahren prüfen.
MeaNext erklärt allgemeine Regeln rund um Arbeit in Deutschland. Die Informationen ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Bei einem konkreten Fall können unter anderem Arbeitsvertrag, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung und persönliche Umstände entscheidend sein.
Zuletzt fachlich geprüft: 09.10.2026
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